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Revier Fischingen

Unser Forstrevier Fischingen – facettereiche Wälder in einer herrlichen Landschaft

Das Forstrevier Fischingen in seiner heutigen Form besteht seit 15 Jahren und erstreckt sich über das Gebiet der Politischen Gemeinde Fischingen. Hinzu kommen Waldflächen der Bürgergemeinde Fischingen, der Politischen Gemeinde Fischingen und des Kantons Thurgau auf St.Galler Hoheitsgebiet. Insgesamt sind im Forstrevier Fischingen rund 280 Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer organisiert.
Jeweils im April findet die ordentliche Versammlung des Forstrevieres statt. Geleitet werden die Geschicke des Forstreviers von einem fünfköpfigen Vorstand unter der Leitung von Köbi Hug, der seit 2012 als Revierpräsident amtet.
Um die Beförsterung sicherzustellen, beschäftigt die Forstrevierkörperschaft mit Christoph Ammann und Roger Hollenstein zwei Revierförster. Christoph Ammann ist für die Beförsterung des Privatwaldes und für die Beförsterung der Waldungen der Bürgergemeinde Fischingen und der Politischen Gemeinde Fischingen verantwortlich. Roger Hollenstein ist für die Beförsterung Staatswaldes und die Leitung des Forstbetriebes Fischingen-Tobel zuständig. Die beiden Revierförster teilen sich ein Büro im Forsthof Fischingen und vertreten sich bei Abwesenheiten gegenseitig, so dass die Waldeigentümer jederzeit in allen Belangen rund um den Wald kompetent beraten werden können.

Eckdaten

Weiterbildung der Waldeigentümer
Die Information und Weiterbildung der Waldeigentümer ist dem Reviervorstand und den Revierförstern seit jeher ein grosses Anliegen. Deshalb werden regelmässig Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen für Waldeigentümer angeboten. Diese Anlässe stossen immer auf reges Interesse und werden von den Waldeigentümern zu Informationszwecken über Wald und Waldbewirtschaftung sowie zur Wissenserweiterung gerne genutzt.

Holzenergie-Fonds
Das Forstrevier Fischingen verfügt seit 2006 über einen Holzenergie-Fonds. Dieser wird aus Ertragsüberschüssen des Forstreviers gespeist. Ziel des Fonds ist die Förderung von Holzheizungen in der Gemeinde Fischingen. Dadurch sollen grössere Mengen von Waldrestholz aus dem Revier ökologisch und ökonomisch sinnvoll verwertet werden. Beiträge werden an Öffentliche Körperschaften, Institutionen und Private geleistet, die in der Gemeinde Fischingen als Hauptheizung eine Holzheizung mit Waldrestholz betreiben. Die Beitragsempfänger verpflichten sich, das Brennholz zu marktüblichen Preisen von Waldbesitzern aus dem Forstrevier Fischingen zu beziehen. Seit 2006 konnten schon mehrere Holzheizungen mit einem einmaligen Beitrag aus dem Holzenergie-Fonds unterstützt werden.

Aktive Waldeigentümer
Sowohl die Privatwaldeigentümer wie auch die öffentlichen Waldeigentümer im Revier Fischingen sind aktiv im Wald tätig. So wurden im Privatwald in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich rund 6‘800 Kubikmeter Holz genutzt und im öffentlichen Wald rund 5‘600 Kubikmeter. Im ganzen Revier wurden also trotz teilweise schwerer Zugänglichkeit der Waldflächen jährlich rund 12‘400 Kubikmeter Holz genutzt.

Besonderheiten
Im Forstrevier Fischingen liegt der südlichste Punkt des Kantons Thurgau, welcher gleichzeitig auch der höchste Punkt des Kantons ist. Dieser befindet sich beim Drei-Kantone-Stein am Hörnliweg auf 992.9 Meter über Meer. Ebenfalls ist im Revier Fischingen auf rund 800 Meter über Meer das höchstgelegene Eichenvorkommen des Kantons zu finden. Dieses Eichenvorkommen in den Waldungen der Koorperation Sedelegg wurde 2011 mit einer Vereinbarung für 30 Jahre vor der Nutzung geschützt. Die Vereinbarung über die grösste Altholzinsel des Kantons konnte ebenfalls im Revier Fischingen geschlossen werden. Bei der Iddaburg wurden rund 7.95 Hektaren Wald, welche im Eigentum der Politischen Gemeinde Fischingen sind, für die Dauer von 50 Jahren jeglicher Bewirtschaftung entzogen. Zudem wurden im Revier Fischingen die beiden Sonderwaldreservate Brenzloo und Höllwald ausgeschieden. In diesen Sonderwaldreservaten werden im Sinne der Artenförderung 81 Hektaren Wald bewirtschaftet und auf 39 Hektaren wird komplett auf eine Bewirtschaftung verzichtet.

Urban Hettich; ehemaliger Kreisforstingenieur Forstkreis 1